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Der katalanische Künstler Jaume Plensa hat die Skulptur für den offiziellen Champagner «Ruinart» in der VIP–Lounge an der 77. ART Basel geschaffen.

Das Champagnerhaus Ruinart engagiert sich immer wieder im Bereich der Kunst und beauftragt bekannte Künstler, ihre Vision des Hauses Ruinart  zu zeigen um verschiedene Facetten der Geschichte  des Hauses neu zu beleuchtet. Aktuell hat der katalanische Künstler Jaume Plensa die Skulptur in der Collectors Lounge an der  77. ART Basel geschaffen. Jaume Plensa gestaltete dazu aus rostfreiem satinierten Stahl filigrane Gebilde, die  sich wie Weinreben aus der Erde ranken. Die Plastik ist aus Elementen gemacht, welche diverse Sprachen widerspiegeln: Zeichen und Buchstaben aus acht verschiedenen Idiomen: Latein, Griechisch, Arabisch, Hebräisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, Hindi.
Jaume Plensa hat die vielsprachigen Arbeiten von Dom Thierry Ruinart gewissermassen dekonstruiert, in einzelne Worte zerlegt, diese wiederum in Buchstaben und Zahlen zerteilt, wie winzige, komplett unterschiedliche Elementarteilchen, die dann wiederum ein komplexes Ganzes ergeben. «Das Alphabet widerspiegelt  eine Kultur», sagte Plensa anlässlich der Vernissage seines Kunstwerkes in Basel. Seine Chiffren hat er bei Dom Thierry Ruinart entlehnt, diese quasi decodiert und wieder neu zusammengefügt und dem dadurch entstandene Gebilde künstlerisch–zeitgemässes Leben eingehaucht.

Auf den Mönch Dom Thierry Ruinart (1657-1709), einem Zeitgenossen Ludwigs XIV, geht die Gründung des ätesten Champagnerhauses zurück. Der intuitive, visionäre, arbeitsame und bescheidene Benediktiner war zugleich auch ein brillanter Theologe und Historiker. Im Alter von 23 Jahren wurde er in die Abtei Saint-Germain-des-Prés in der Nähe von Paris berufen, die damals eines der bedeutendsten Zentren der Gelehrsamkeit der christlichen Welt war.

Für sein Werk spannte Jaume Plensa nun den Bogen  aus dem Hier und Jetzt zur Abtei Saint-Germain–des-Prés.  Die Buchstaben verleihen der Skulptur wachsame Vitalität und kreieren gleichermassen ein subtiles Lichtspiel. Das Gesicht der Skluptur ist nicht wirklich sichtbar, man kann es nur erahnen als «Tür zu unserer Seele» einerseits und als «Geschenk für alle, die uns ansehen» andererseits.. So der Künstler. ​Um die Skulptur fertigzustellen, brauchte er fünf Monate.

Am Sockel der Skulptur sind zwei Jahreszahlen eingraviert: 1729 und 2016. Sie bedeuten eine verschlüsselte Botschaft, die die Gründung der Maison Ruinart mit der Entstehung dieses Kunstwerks verbindet.

Die ART Basel dauert vom 15. bis zum 18. Juni 2017

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Vernissage der Skulptur von Jaume Plensa in der Collectors Lounge an der 77.ART Basel. FotoCredit©PromiPost/Ursula Litmanowitsch

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