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SRG–Generaldirektor Roger de Weck begrüsst Showmaster Moritz Leuenberger am Roten Teppich zum Swiss Award. Der frühere Bundesrat hat erfolgreich den Bernhard–Apéro reanimiert. FotoCredit: ©PromiPost/litmanowitsch

Es war der Schwanengesang unter dem Damoklesschwert des Spardrucks von SRF. Die 13. Ausgabe des Swiss Award war gleichzeitig «Klappe, die letzte». Die aufwändige Fernsehproduktion mit Glamour und Showtreppe galt jeweils als verspätete Weihnachtsparty oder Betriebsanlass sowie Klassenzusammenkunft der Promis. Doch nun ist Schluss mit lustig. Die Trophäen wurden zum letzten Mal vergeben. Die Gästeliste des  letzten Swiss Award  glich dem Who–is–Who der Schweizer Prominenz aus Politik, Show und Wirtschaft, etc.

«Schellen–Ursli»–Regissseur Xavier Koller holte den Award in der Sparte Kultur ab. Kult–Rocker Polo Hofer wurde «Schweizer des Jahres», benahm sich aber derart auffällig, dass man sich direkt Sorgen um ihn machen muss.

Auf dem Roten Teppich stach ein Promi besonders hervor: Moritz Leuenberger, der die Laudatio in der Sparte Politik hielt, hatte einen vielbeachteten Auftritt. Der ehemalige Magistrat zieht, wo immer er erscheint, stets ein grosses Medieninteresse  auf sich. Und die Fotografen fordern ihn ebenso stetig dazu auf, «doch bitte zu lächeln»… Doch das gewiefte Polit–Urgestein lässt sich selten zu einem Lächeln hinreissen, sondern konntert viel lieber: «Mein Markenzeichen ist mein ’suurer Stei’» und bleibt  somit der Charmebolzen mit dem «Lätsch». Leuenberger macht als post–Bundesrat und post–Verwalungsrat der Implenia nun eine steile Karriere im Showbiz. Seit November moderiert er mit Esprit und Leichtigkeit den wiederbelebten Bernhard–Apéro im gleichnamigen Zürcher Bernhard–Theater. In dieser Matinée talkt Leuenberger mit Gästen aus denselben Sparten wie sie beim «Swiss Award» geehrt werden/wurden. Im Gegensatz zum SRF, wo der Swiss Award mit der grossen Keller angerichtet wurde, gibt man sich punkto Dekor beim Bernhard–Apéro allerdings bescheidener. Leuenbergers Direktorin Hanna Scheuring war mit Rigiblick–Theaterleiter Daniel Rohr auch am Swiss Award. Rohr war nämlich von Schauspieler Bruno Ganz dazu ausersehen, dessen Preis für das Lebenswerk abzuholen. Ganz kam nicht persönlich, weil er in Argentinien in den Ferien weilte.

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